Donnerstag, 17. September 2026

Inkonsistente Politik

Die Union hat zwei Feinde ausgemacht. Die AfD und die Grünen. Die Bekämpfung dieser Feinde könnte nicht verschiedener sein. Die AfD wird bekämpft indem man deren Politik kopiert. Man scheitert damit. Die Grünen werden bekämptft, indem man das Gegenteil ihrer Politik macht. Erfolgreich wäre die Union, wenn sie es genau andersherum macht. Grüne Politik als konservativ und wirtschaftsnah framt.

 Macht sie aber nicht, weil die Union im Kern eben doch menschenfeindlich ist.

Chris 

Dienstag, 8. September 2026

Reichtum ist zu wertvoll, um ihn Reichen zu überlassen.

Ich finde Diskussionen über Umverteilung von Spitzenvermögen ermüdend. Hier mal die Hitliste

  • Einkommen und Vermögen werden gleichgesetzt
  • Kleinere Vermögen werden mit Milliardären gleichgesetzt
  • Es wird eine Fairness- oder Neiddebatte aufgemacht

Punkt eins spare ich mir. Punkt zwei ist relevant. Wenn sich Friedrich Merz beispielsweise vor den Club der Überreichen stellt und sagt, wir gegen die (das war beim Verband der Familienunternehmer), dann versteht er nicht, dass seine 12 Millionen Euro Vermögen ein Witz sind verglichen zu 1 Mrd. Euro. Er ist dem Bürgergeldempfänger näher als dem Milliardär und auch die Chance das er Bürgergeldempfänger wird ist höher, als das er Milliardär wird. Das verstehen viele nicht.

Unter der Annahme, dass wir alle nur an uns selbst denken, insbesondere solche Typen wie Merz, sollte er unten helfen und nach oben treten. Das wäre rational. Er lässt sich vom Luxus blenden.


Die Fairnessdebatte ist auch sehr schön. Es sei ja unfair diesen Menschen etwas wegzunehmen. Der böse umverteilende Staat. Das krasse dabei ist, wie wenig Gesellschaft und vor allem arbeitsteilige Gesellschaft verstanden wird. Ohne Gesellschaft ist niemand reich. Das wusste Robinson Crusoe schon. Eigentumstitel zählen nichts.

Also braucht es erst einmal eine Gesellschaft. Aber auch dann kann man erst wirklich reich werden, wenn man umverteilt. Ein Milliardär kann nicht hundertausendfach produktiver sein, als ein armer Mensch. Das ist unmöglich. D.h. er lässt Menschen für sich arbeiten und behält einen Teil der Wertschöpfung. Wenn der Staat genau das macht und der Gemeinschaft zurückgibt, dann wird es als Diebstahl von Libertären bezeichnet. In dem Fall nicht. Das Argument erscheint schlüssig, ist aber dumm. Der Staat hat das Gewaltmonopol und du kannst daher nicht wählen ob du Steuern zahlst. Beim Unternehmen wählst du freiwillig ob du Einkommen generieren möchtest oder eben nicht. Da Menschen essen, schlafen und trinken müssen, ist dieses Argument absurd. In unserer Gesellschaft brauchst du Geld und das bekommst du aus Erwerbsarbeit. D.h. du hast faktisch keine Wahl. Wählen kannst du im besten Fall den Grad der Ausbeutung. Das aber auch nicht immer, wenn bspw. staatliche Macht genutzt wird von den Unternehmen und Überreichen die keine Steuern zahlen wollen, um Rechte der arbeitenden Bevölkerung einzuschränken.

Menschen müssen sich also in Ausbeutungsbeziehungen begeben, weil die gesamte gesellschaftliche Struktur so ausgerichtet ist. Das haben auch nicht die Milliardäre zu verantworten, aber sie profitieren davon massiv. Fair ist das sicher nicht. Objektiv ist es eine erzwungene Umverteilung. Niemand konnte mir das bisher widerlegen, das es so ist. 

Die Frage ist dann, warum muss das so bleiben. Und auch hier sieht es sehr dünn bei den Verteidigern dieses Systems aus. Alle Metriken zeigen, dass gleichere Gesellschaften glücklicher sind, lebenswerter, sicherer und stabiler. Selbst für die Spitze gilt das. D.h. an der Lebensqualität kann es nicht liegen. Es geht um Macht und dem Glauben Privilegien zu verlieren. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn man keine 10 Häuser 30 Autos und 2 Yachten hat, den Zugang zur Politik und die Kontrolle über 10 tausende Menschen, dann fühlt man sich vermeintlich minderwertig. Das wollen wir alle scheinbar nicht. Ein paar wenige sollen ihre Komplexe ausleben dürfen. Dafür nehmen wir massive Umweltverschmutzung, Kinderarmut, Alleinerziehendenarmut, verfallende Infrastruktur und Rechtsradikale Parteien gerne in Kauf. Alles andere wäre eine Neiddebatte. Vielleicht ließt das jemand und erklärt mir, warum eine Vermögenssteuer ab 50 Millionen aufwärts und eine Erbschaftssteuer wo das Erbe dem Einkommen zugerechnet wird (ab einem debatierbaren Freibetrag), ungerecht ist? Wenn man 50 Millionen Euro Bargeld erbt oder 50 Millionen Euro Einkommen bekommt, wird das unterschiedlich behandelt. Einmal hat man gearbeitet. Einmal wurde man von anderen Personen gezeugt. Ich warte gerne. Bisher gab es wenig Substanz.

Chris 

 

 

Mittwoch, 2. September 2026

Alter weißer Mann

 Ihr müsst Euch überlegen, ob Ihr Verantwortung dafür übernehmen wollt, wie die Debatten geführt worden sind", warf er der ehemaligen Grünenchefin Ricarda Lang vor. Konkret nannte der ehemalige "Welt"-Herausgeber in diesem Zusammenhang die Themen Migration, Gender und Corona und spielte auf den als kompromisslos empfundenen Umgang mit Andersdenkenden an. Das habe der AfD die Menschen in Scharen in die Arme getrieben, so Poschardt sinngemäß.

 

Das ist die schlüssige Analyse von einem Menschen der von sich aunimmt unfehlbar zu sein. Die Grünen sind also Schuld an Sozialkürzungen, an der verfehlten demografischen Entwicklung, der massiven Ungleichverteilung der Vermögen, der viel zu hohen Mieten und steigenden Lebenshaltungskosten, der Unterfinanzierung der Kommunen? Klar kann man alles auf einen Kulturkampf schieben. Aber Migration ist kein Problem, egal was Poschardt fabuliert. Wir haben 30% Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Wirtschaftsleistung dieser Millionen Menschen ist enorm. Als Rassist kann und will er das nicht sehen. Das es Anschläge gibt stimmt. Aber im Vergleich zu 11 tausend Toten aufgrund verpennter Klimaanpassung, ist das Problem verschwindend gering und nur gefühlt. Die ständige Thematisierung durch Poschardt und Co. treiben Menschen zu diesem Problem und in Richtung AfD. Nur erkennt Poschardt seine Verantwortung nicht.

Bei Gender genau das Gleiche. Was ist denn so schlimm daran, dass Menschen ihr Geschlecht wählen dürfen. Niemanden interessiert das und nichts ändert sich im Leben der meisten Menschen. Zum Problem wird es durch Poschardt und Co., weil sie es immer wieder thematisieren und empören wollen. 

Die "kompromisslos empfundenen Umgang mit Andersdenkenden" ist auch absurd. Hetzen er und die CDU nicht die ganze Zeit gegen Arme, Migranten, usw. Merz greift in einem Talkformat eine Kinderärztin an, als "Nutznießerin". Was Poschardts Problem ist, er kann nicht mehr einfach vor sich hinblubbern, sondern erfährt Kritik. Es ist eben nicht okay, rassistisch, klassistisch, frauenfeindlich, usw. zu agitieren. Das ist nicht andersdenkend, sondern einfach dumm. 

Der Punkt ist, die CDU und Medien wie Poschardt treiben die Menschen in scharen in die Arme der AfD. Sie hetzen gegen Arme, analysieren nicht die Probleme dieser Menschen, die ja existieren. Als Merz einem Vater gegenüber saß und dieser meinte sie machen nichts für Kinder und Familien. Meinte Merz, dass stimme nicht das Kindergeld wurde doch erhöht. Das es 4 Euro sind und bei einer Inflation von über 2% bei Lebensmitteln, steigenden Mieten, usw. ist es real eine Kürzung. Mehr hatte er nicht zu bieten, außer wir können uns nicht mehr leisten. Zum Hinweis, man könne das Schloß Belvue für 1 Mrd. Euro sanieren? Schweigen. Das ist das Problem mit Poschardt und Co. Sie fabulieren über Dinge die sie nicht verstehen. Armut, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit sind die Hauptprobleme. Gleichzeitig wird diesen Menschen erzählt, ihr seit faul, mehr gibt es nicht nur weniger, kümmere dich selbst. Und dann kommt die AfD und sagt die "Altparteien" machen alles schlecht und wir retten euch. Das ist zwar Quatsch, aber dieser fantasierte Kulturkampf von Poschardt und die Suche der Verantwortung bei den Grünen genauso. Es dient nur der Empörungsindustrie, welcher er angehört. Er will empören, damit er weiter Geld verdienen kann.

Intelligent ist es nicht und er würde gegen jeden normalen Mensch scheitern, weil er keine Argumente hat.

Chri 

 

Sonntag, 23. August 2026

Christina Baum

Christina Baum meint, dass deutsche Männer Softies sind und deshalb so wenig Nachwuchs gezeugt wird. Sie hat eine Tochter. Was sagt das, über die und ihren Mann aus? Sie meint nämlich, dass irgendeine Macht junge kräftige muskulöse Männer aus Afrika herholt und diese dann die den deutschen Mann ersetzen. Irgendwie glaube ich, dass Christinas unerwünschte Träume in Hass umgeschlagen sind. Typisch AfD eben.

Chris

Montag, 6. Juli 2026

Geldverschwendung

Wie geht das eigentlich zusammen. Es werden Milliarden Euro an Waffen ausgegeben. Ziel ist es 3.5% des deutschen BIP für das Militär zu verwenden. Um das finanzierbar zu halten, wird auf der Gegenseite der Klimaschutz beschnitten. Wir hatten eine Woche über 35°C und drei Mal wurde die Spitzentemperatur durchbrochen. Autobahnen platzten unter der Hitze auf. Gegen was soll uns unser stolzes Militär denn bitte verteidigen, wenn die Hitze alles zerstört, inklusive der Menschen?

Wenn irgendjeman 3 Prozent für den Klima- und Umweltschutz verlange würde, wäre diese Person weltfremd, Ideologe oder links-grün versifft. Die Forderung in einer lebenswerten Umwelt zu existieren, ist weniger Wert als Waffen zu kaufen die alles zerstören können. Mein Fazit ist: Putin hat gewonnen. Er hat es geschafft die liberalen Demokratien dazu zu bringen, dass sie deutlich mehr bei Sozialleistungen kürzen, die Meinungsfreiheit zum Schutz gegen äußere Feinde einzuschränken, Geld in Waffen und Aufrüstung zu stecken anstatt in Infrastruktur und Wohlstand, Massenüberwachung zum Schutz der Bevölkerung und Gängelung der Selbigen. Dazu hat er nicht einen direkten Angriff ausgeführt. Es ist wie beim Terror. Wer der Terrorlogik folgt, hilft diesen Personen.

Wer Putin und solche Regime stürzen will, muss deren Bevölkerung willkommen heißen. Wenn diese Menschen flüchten können schwindet deren Macht. Das ist sicher einfacher gesagt als getan. Aber man hat die Flucht russischer Soldaten nach Europa verhindert. Sie wurden getötet oder mussten töten. Unmenschlich und dumm. Jeder der nicht kämpft fehlt. Klar das ist Idealismus. Aber einer den wir nicht einmal zu denken wagen. Nicht Freundschaft und Friedlichkeit sorgt für ein gutes Zusammenleben, sondern Waffen und Macht. Wir kapitulieren vor dem Bully und werden selbst zu einem. Am Ende gewinnen einige wenige machtbessene Personen an der Spitze. Und selbst diese nur vermeintlich. Denn alle diese Führer sind nicht glücklich. Niemals. Egal was sie tun, es wird sich niemals ändern. Glücklich wird man unter Freunden, mit Menschen die wenig erwarten und einen mögen, weil man da ist. Putin und Co. haben permanente Verlustängste die soweit gehen, dass sie zu Massenmördern werden.

Die große gesellschaftliche Frage ist. Wie verhindern wir machtbessene Personen an der Spitze. Macht muss Bürde nicht Droge sein. Ich weiß es nicht und überlasse das Philopsophen. Aber der Diskurs muss starten. Damit der Irrsinn endlich mal als solcher benannt wird.

Anmerkung:

Wenn die SPD sich wundert warum sie nicht gewählt wird, dann kann sie sich gerne bei mir melden. Es ist offensichtlich. Eine soziale Partei die das soziale gegen Waffen tauscht, naja.


Chris 

Freitag, 3. Juli 2026

Rentenplan

Der Rentenplan der Bundesregierung ist hier sehr schön aufgeschlüsselt. Eine Absurdität wurde aber nicht genannt. Die Bundesregierung kann die Wirtschaft und Beschäftigenquote bis ins Jahr 2090 planen. Aber den Klimawandel nicht? D.h. ein soziales Konstrukt wie Wirtschaft, welches nur bis zu einem bestimmten Maß modellierbar ist, vorraussetzt, dass es alles gleich bleibt ist für den Friedrich kein Problem. Das versteht er und die Vorhersage ist plausibel für ihn.

Wenn aber MINT WissenschaftlerInnen kommen, die auf Basis der Physik vorhersagen machen, dann ist das natürlich Quatsch. Trinkt halt viel Wasser und vermeidet direkte Sonneneinstrahlung. Mich erstaunt das.

Mehr noch erstaunt mich die Unfähigkeit der Journalisten zu rechnen. Es geht am Ende um einige 100 Euro die da pro Monat mittels des Kapitalsparens erzeugt werden sollen. Wie im Podcast richtig gesagt, brauchen wir das Geld aber jetzt. Und das dramatische. Dieses Geld ist da. Man müsste es nur Umverteilen oder über Schulden ins System bringen. Man stelle sich vor, was möglich wäre, wenn die Rente sich verdoppelt. Auf einmal würde es sich lohnen Infrastruktur für alte Menschen bereitzustellen. Man könnte Technologien entwickeln, wie diese Personen ein würdiges Leben führen können. Da die Weltbevölkerung altert, könnten wir in diesem Bereich Marktführer werden. Ist eigentlich ein Wachstumsmarkt deren Nachfrage man zerstört. 

Mich erstaunt es nicht. Unsere Eliten sind dumm. Sie sind durch Zufall dort gelandet wo sie sind und wir schreiben ihnen daher Qualitäten zu, die sie nicht haben. Beim Friedrich ist es sehr deutlich. Viele andere verstecken es besser. Schlaue Menschen kommen nicht in diese Positionen, weil niemand sie mag. 

Chris 

Donnerstag, 2. Juli 2026

Wo sind denn alle?

Ich kann mich erinnern. Da wurde gesagt, Klimaschutz sei unnütz und teuer. Jetzt zerplatzen Autobahnen und die letzte Hitzewelle kostete Milliarden Euro an Produktivität. Die Kosten für Gesundheit werden ja schon bisher ignoriert, bringen aber noch einiges auf die Kostenseite. 

D.h. diejenigen die immer behaupteten, Umweltschutz bringt nichts jammern jetzt unter der Hitze. Erkenntnis stellt sich aber nicht ein.

Chris